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Waldkindergarten  Schnirkelschnecke

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Ein Projekt der  Wald- & Wiesenkinder - Verein zur Förderung der Wald- und Naturpädagogik e.V.



Über uns

Unsere Initiative zur Gründung eines Waldkindergarten entstand durch die wachsende Nachfrage von Familien der letzten Jahre nach Kindergartenplätzen mit einem speziellen Angebot an Wald- und Naturpädagogik. Wir Initiatorinnen, Melanie Lück, Susanne Moessner und Mischka Heinze, haben langjährige Erfahrungen in der wald- und naturpädagogischen Arbeit mit Kindern. Die Freude daran und unser Interesse an den Themen, die Betreuung und Bildung draußen bietet, haben uns dazu bewogen den Aufbau eines zweiten Waldkindergartens voranzutreiben.

Das Herz der Schnirkelschnecke

Unser Anliegen ist es, in erster Linie, Kindern und ihren Familien die Möglichkeit zu schaffen, elementare, sinnliche, naturnahe Erfahrungen machen zu können und dadurch ein Bewusstsein für die natürlichen Lebensgrundlagen, den Bezug zu Natur und Umwelt mit all ihren Lebensformen und eine verantwortliche Haltung durch Pflege und Schutz zu fördern. Besonders im Hinblick auf die hauptsächlich in der städtischen Umgebung aufwachsenden Kinder, sehen wir es als überaus wichtige Erweiterung und Ergänzung von Lebenserfahrungen und als Notwendigkeit, um einer zunehmenden Entfremdung von Mensch und Natur entgegenzuwirken.

Ganzheitliches Lernen

In der Verbundenheit mit dem was uns und die heranwachsenden Kinder direkt umgibt, und in einem Kindergarten, der draußen und im Wald stattfindet, ist es jeden Tag spürbar und erlebbar, was es heißt sich zu bewegen aber auch verwurzelt zu sein, daraus zu wachsen, zu erblühen und auch wieder zu vergehen. Ausdrucksformen und Lebensthemen, in die der Mensch von Geburt an natürlich eingebunden ist, werden wieder begreifbar und können von den Kindern von Anfang an in ihre Persönlichkeit integriert und somit auch in Zukunft nachvollzogen werden. Die Lebenswelt draußen und der Spiegel in und durch die Natur, ihren Prozessen, den Jahreszeiten und den natürlichen Rhythmen vermitteln den Kindern ganz altersgemäß so abstrakte Ziele wie Nachhaltigkeit, Lebenssinn, Artenvielfalt und Schutz, ökologisches Bewusstsein und eine Ästhetik von Lebendigem, und wird sie damit ihr Leben lang begleiten.

Schatzkiste Wald

In der alltäglichen Pädagogik des Waldkindergarten lassen sich Prävention, motorische und psychosomatische Förderung ebenso in einem ganz natürlichem Umfeld umsetzen, wie die Schulung von Phantasie, Kreativität und Kommunikation. Für Kinder, die heute einer starken Reizüberflutung in all ihren Lebensbereichen ausgesetzt sind, bietet der Wald einen notwendigen alternativen Raum. Die Kinder schöpfen aus der Natur, Spielsachen und -orte werden durch alles, was der Wald bietet, selbst geschaffen. Es gibt viel Raum für Individualität und unterstützt damit die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes, die Selbstwirksamkeit und letztendlich die Widerstandsfähigkeit der Kinder.
Primäre Sinnesschulung, der Aufbau sozialer Kompetenzen durch den hohen Stellenwert der Gruppe, Gesundheitsförderung, da Bewegung und frische Luft das Immunsystem zunehmend stärkt, dies sind alles zusätzliche Aspekte, die mit dem Konzept des Waldkindergartens erfasst und den Kindern ermöglicht werden. Besonders auch für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf hat die pädagogische Arbeit im Wald einen unschätzbaren Stellenwert, denn die Erfahrungen von Weite und Stille, die Beschaffenheiten des Bodens und des natürlichen Areals schaffen konfliktfreiere Möglichkeiten zu kommunizieren, bieten ständige Übungsanlässe zur Schulung von Körperbewusstsein, Vertrauen und Sicherheit.
Unsere Namensgeberin, die Schnecke, als Sinnbild für Zeit und Ruhe, Schutz und Geborgenheit, bietet die Basis diesen vielfältigen Zielen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu verschaffen.

Blick in die Zukunft

Um auch die Eltern, weitere Interessierte und Familienmitglieder in diese Themen miteinzubinden, ist unser Verein auch daran interessiert im weitesten Sinne Erwachsenenbildung zu etablieren. Angebote von Eltern-Kind-Gruppen, Elternabenden, Familiennaturfesten, Naturfreizeiten, aber auch Vorträge und Workshops/Projekte in Bildungsmaßnahmen für MultiplikatorInnen und in Kooperationen zu hiesigen naturpädagogisch orientierten Verbänden, öffentlichen Stellen und engagierten Einzelpersonen sind von uns angedacht und wir wünschen sie nach und nach aufzubauen.
Auch halten wir Gruppen für Schulkinder für eine wichtige Vernetzung des Elementarpädagogischen Bereichs mit weiteren, auch schulischen Lebensbereichen, der älteren Kinder. Diese sollen nachmittags oder auch in Ferienzeiten angeboten werden.

Team

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Birgit Kuhn, Susanne Moessner und Jana Gotthardt
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Susanne Moessner
Ich bin Susanne Moessner, Mitbegründerin, Mutter und langjährige Mitarbeiterin im Naturkindergarten Waldwichtel und freiberufliche Tanz- & Waldpädagogin. Die Liebe zu Natürlichem und die wunderbaren Erfahrungen draußen mit den Kindern haben mich dazu bewogen noch einen zweiten Waldkindergarten mit aufzubauen. Der reiche "Nährboden", den Kinder für ihr Heranwachsen zwischen Bäumen, Blumen, Tieren, Erde, Sand und Wasser, in Wind, Schnee und Sonnenschein finden, überzeugt mich jeden Tag pädagogisch am richtigen Ort zu sein.
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Melanie Lück
Ich bin Melanie Lück, Mitbegründerin, Sozialpädagogin und Mutter von drei Kindern. Ich wünsche möglichst vielen Kindern von klein auf soviel Natur wie möglich erleben zu können. Was für eine Schatzkiste an Gerüchen, Begegnungen, Erlebnissen in und mit der Natur gefüllt wird, ist einfach unglaublich. Deswegen freue ich mich sehr, dass nun, nach bald zweieinhalb Jahren planen, überlegen, hoffen und bangen, Nürnberg nun endlich einen zweiten Waldkindergarten hat. Auf gehts, Schnirkelschnecken!